wunderbar – wandelbar

Bettina Egli Sennhauser – Wachsbilder / Monica Vaccari – Keramiken

Vernissage Freitag, 1. März 2024, 19.00 Uhr

Ausstellung 1. – 24. März 2024, Samstag und Sonntag, 11.00 – 18.00 Uhr

Event  Sonntag, 3. März, 15.00 Uhr: Live Painting mit Bettina Egli Sennhauser

Finissage Sonntag, 24. März 2024

Mit Wachs zu malen ist hier eine weitgehend unbekannte Kunstform, allerdings stellte die Wachsmalerei oder auch Enkaustik wie sie griechisch für einbrennen heisst, die erste Möglichkeit dar, Pigmente zu binden und dauerhaft haltbare farbige Bilder zu erschaffen.

Bettina Eglis Liebe gehört primär den Materialien und so arbeitete sie zuerst mit Baumaterialien wie Gips, Marmormehl und Sumpfkalk, Materialien, aus denen vor langer Zeit auch Fresken geschaffen wurden. In den USA, wo sie mehrere Jahre lebte, vertiefte sie ihre Kenntnisse in Enkaustik und als 2018 das Medium Kaltwachs vorgestellt wurde, begann sie damit zu malen, allerdings nicht mit dem Pinsel, sondern mit dem Spachtel. Ihre Werke sind zumeist abstrakt, sie fotografiert viel und abstrahiert dann, was sie vom Fotografierten für sich verinnerlicht hat. Mit Bettina Egli ist am 3. März ein Livepainting mit Kaltwachs im Sprützehüsli geplant.

Monica Vaccari zeigt in der Ausstellung «WUNDERBAR WANDELBAR» Keramiken, die in verschiedenen Techniken gefertigt sind. Raku ist eine japanische Technik, in der Formen vereinfacht werden und Schattierungen und Farben ihren maximalen Ausdruck finden. Beim Steingut sind die Formen und Strukturen schärfer und die Farben zweitrangig. Die Arbeiten von Monica Vaccari zeigen die Verbindung zwischen allen lebendigen Welten, eine Verflechtung, in der wir alle eingehüllt sind und in der es kein Vorherrschen des einen über den anderen geben soll. Sie wünscht sich, dass die Menschheit mehr mit der Tier-und Pflanzenwelt verbunden und respektvoller wäre. Ihre Werke erzählen deshalb Geschichten, die ihren Wunsch nach mehr Achtsamkeit widerspiegeln, denn wir Menschen sind nicht der Nabel der Welt, wir müssen alle einen Schritt zurücktreten, denn wenn die Erde stirbt, sterben auch wir.

Martina Tanglay, für das Sprützehüsli